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Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) ist eine wissenschaftliche Organisation die die "Rote Liste bedrohter Arten" veröffentlicht. Der Gefährdungsstatus kann nur so aktuell sein wie die verfügbaren Daten, das sollte man im Hinterkopf behalten. Oft ist es leider so, dass die Daten über 15 Jahre alt sind, daher muss immer der aktuelle Stand direkt abgefragt werden
Hier kann die IUCN Website abgerufen werden
Stand September 2026
Der Zoogeneticus tequila ist aktuell "endangerd", das ist eine Verbesserung. Die Art wurde als ausgestorben eingestuft (Miller 2005). 2001 wurde eine kleine Population wiedergefunden. Wenige Jahre später verschwand die Population, übrig blieben nur Fische in Aquarien (O. Domínguez Domínguez pers. comm. 2018). Seit 2016 hat die Universität von Morelia diese Fischart im Blick und managed vor Ort die Populationen. Glücklicherweise ist die Art in einer Erholungsphase (Herrerías-Diego et al. 2016, Medina-Nava et al. 2017 Domínguez-Domínguez et al. 2018). Michael Köck arbeitet mit der Universität in Morelia zusammen, Fische die wir halten sind aus diesen Projekten.
Diese Fischart ist endemisch im Río Ameca (Herrerías-Diego et al. 2016, Medina-Nava et al. 2017, Domínguez-Domínguez et al. 2018).
Details aus dem letzten Bericht sind hier
Die IUCN Red List Partners sind: Arizona State University; BirdLife International; Botanic Gardens Conservation International; Conservation International; NatureServe; Royal Botanic Gardens, Kew; Sapienza University of Rome; Texas A&M University; and Zoological Society of London
Beltrán-López, R.G., Domínguez-Domínguez, O., Guerrero, J.A., Corona-Santiago, D.K., Mejía-Mojica, H. and Doadrio, I. 2017. Phylogeny and taxonomy of the genus Ilyodon Eigenmann, 1907 (Teleostei: Goodeidae), based on mitochondrial and nuclear DNA sequences. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research [Zeitschrift für zoologische Systematik und Evolutionsforschung] 55(4): 1-16 [340 355].
Miller, R.R. (with the collaboration of W.L. Minckley and S.M. Norris). 2005. Freshwater Fishes of Mexico. The University of Chicago Press, Chicago, Illinois.
Domínguez-Domínguez, et al. 2018. Progress in the reintroduction program of the tequila splitfin in the springs of Teuchitlán, Jalisco, Mexico. Global Reintroduction Perspectives: 2018. Case studies from around the globe, pp. 38-42.

Der Victoriasee hat innerhalb kürzester Zeit eine außergewöhnlich hohe Artenvielfalt hervorgebracht. Innerhalb von nur etwa 16.000 Jahren entstanden dort über 500 verschiedene Cichlidenarten. Für evolutionäre Prozesse ist dies ein ungewöhnlich kurzer Zeitraum. Die Ursachen für diese schnelle adaptive Radiation wurden erst in den vergangenen Jahren genauer untersucht. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die Hybridisierung verschiedener Cichliden-Abstammungslinien. Mindestens drei unterschiedliche Linien brachten bereits vorhandene genetische Variation zusammen. Durch Rekombination entstanden daraus neue Kombinationen von Genvarianten, auf die die natürliche Selektion wirken konnte. Dieses sogenannte „Genome Recycling“, also die Wiederverwendung und Neukombination bereits vorhandener genetischer Variation, ermöglichte die schnelle Entstehung zahlreicher spezialisierter Arten. Quelle: Eawag – Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology