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Besuch im Aquarienkeller
Was mit einzelnen Aquarien begann, wurde über die Jahre immer größer. Mit wachsender Erfahrung und der Begeisterung für seltene Fischarten stieg auch die Zahl der Becken. So entstand die Idee eines eigenen Aquarienkellers.
2018 wurde dieser Traum Wirklichkeit. Auf rund 50 m² und verteilt auf zwei Räume entstand eine Anlage mit unterschiedlichen Temperaturbereichen und Platz für verschiedenste Fischarten. Ein besonderer Schwerpunkt entwickelte sich auf Mexikanische Hochlandkärpflinge (Goodeiden) sowie verschiedene Buntbarsche, speziell aus dem Victoriasee und weitere seltene Arten.
Aus dem privaten Aquarienkeller entwickelte sich mit der Zeit mehr: Ein Ort für Erhaltungszucht, Wissensaustausch und gemeinsames Engagement für bedrohte Fischarten. Daraus entstand schließlich dieser Verein, die AQUAarche.

Technik im Keller
Die über 100 Becken brauchen eine effiziente und praktische Technik. Möglichst viel automatisiert, aber auch kostengünstig. Wasserwechsel laufen über ein spezielles Leitungssystem. Die Anlage wurde von Alois Jöchl entworfen und mit ein wenig Hilfe von Helga Kury gebaut.
Nicht zu unterschätzen ist das enorme Gewicht, das die Aquarien schnell erreichen. Die Lösung dafür sind Schwerlastregale die viele hunderte Kilo Masse tragen können. Unsere Aquarien stehen vor allem auf Schwerlastregalen aus Metall mit Siebdruckplatten und auf aus Vierkantholz gebauten Regalen, ebenfalls mit Siebdruck-Platten. Unter jedem Aquarium befindet sich eine XPS-Platte, die Unebenheiten ausgleicht.
Der Wasserwechsel der Aquarien läuft automatisch. Jedes Becken hat einen Zu- und Ablauf und kann extra eingestellt werden – je nach Frischwasserbedarf der jeweiligen Art. Für den Ablauf haben die Becken eine oben am Rand befindliche Bohrung und 30mm Rohre leiten das überschüssige Wasser ab. Da der Wasserwechsel (WW) kühl gemacht wird, war auch unser Gedanke, dass das alte, wärmere Wasser oben gut ablaufen kann.
Als Beleuchtung der Aquarien haben wir hauptsächlich kleine LED-Fluter mit Weißlicht genommen, da die Farben der Tiere besser zur Geltung kommen. Die Beleuchtung wird nach und nach am frühen Nachmittag via Zeitschaltuhren eingeschalten und gegen Mitternacht schaltet sich diese wieder ab, damit die Fische 10-12 Stunden am Tag Licht haben und der Zeitrahmen wurde so gewählt, da Pflege- und Reinigungstätigkeiten meist am Abend stattfinden.
Die Becken bis 250 Liter werden hauptsächlich mit Lufthebern, die sich hinter einer 3-5cm dicken Filtermatte (PPI 10) befinden, betrieben. Meist ist ein kleiner Innenfilter dazu gehängt, der öfters gereinigt wird. Die großen Filtermatten habe eine sehr lange Standzeit und müssen je nach Bewohnern nur alle zwei-drei Jahre gereinigt werden.
Im Sommer ist es im Keller immer warm und eine Heizung nicht notwendig. Auch in den Übergangszeiten ist die Temperatur, oft aufgrund der Wärmeentwicklung der Beleuchtung usw. meist ausreichend. Geheizt wird aber im Winter und dann nur so viel, damit die Tiere eine Art “Ruhephase“ mit weniger Fütterungen und etwas niedrigeren Temperaturen haben. Auch wenn die Fische Großteils aus tropischen Gegenden stammen, gibt es auch dort kühlere Zonen (Mikroklima), in denen sich die Tiere aufhalten, um nicht ständig auf Hochtouren zu laufen und den Kreislauf zu entlasten.
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